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Hilfe zur Auswahl einer Maske

Liebe Besucher, im Moment finden Sie unzählige Angebote zu Schutzmasken im Internet und dabei den Überblick zu behalten ist nicht immer einfach. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle ausführlich beschreiben, welche Punkte bei der Auswahl einer Schutzmaske wichtig sind und wie Sie unseriöse Angebote von seriösen Angeboten unterscheiden können.

Falls Sie schon genau wissen, welchen Maskentyp Sie benötigen, dann finden Sie hier unsere Auswahl im Shop.

Für alle Interessierten, die sich erst einmal grundlegend informieren möchten, haben wir nachfolgend die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Welche unterschiedlichen Maskentypen gibt es?

Meist werden alle Formen von Mund-Nase-Masken als Schutzmasken bezeichnet.
Es gibt jedoch eindeutige Unterschiede zwischen den selbstgenähten „Community-Masken“, den OP-Masken und den zertifizierten Atemschutzmasken. 

1 Die selbst genähten DIY-Masken sind als Behelfs-Mund-Nase-Maske ausschließlich für den privaten Gebrauch gedacht und haben meist keine Zertifizierungen oder Zulassungen. Eine Schutzwirkung ist in der Regel nicht nachgewiesen. RKI-Chef Lothar Wieler erklärte hierzu bei seinem Pressebriefing am Dienstag, den 14.04.2020: „Insbesondere einfache Baumwollmasken sind nicht in der Lage, eine Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu verhindern.“
2 Die zweite Gruppe bezeichnet den Mund-Nasen-Schutz (MNS) welche auch als Operations-(OP-)Masken bekannt sind. OP-Masken sind die typischen grünen oder blauen Masken, die die meisten Menschen vom Zahnarzt oder aus dem Krankenhaus kennen. Die Masken entsprechen meist der Norm DIN EN14683:2019-6. Diese OP-Masken dienen vor allem dem Schutz des Patienten und sollen den Patienten und nicht den Träger der Maske schützen.
3 In die dritte Gruppe fallen die partikelfiltrierenden Halbmasken, die auch als Schutzmasken bezeichnet werden. Im Gegensatz zu den selbstgenähten Masken und dem Mund-Nasen-Schutz umschließen die zertifizierten und partikelfiltrierenden Atemschutzmasken Mund und Nase vollständig und bieten einen hohen Schutz des Trägers vor luftgetragenen Schadstoffen, wie z.B. Stäuben oder Viren. Diese Schutzmasken schützen in beide Richtungen und somit Träger und Patient. Meist sind diese Schutzmasken nach der Norm DIN EN149:2001-10 oder einer vergleichbaren Norm zertifiziert. Nur diese zertifizierten Masken dürfen sich Schutzmasken bzw. Atemschutzmasken nennen, da ihnen ein Schutzversprechen innewohnt und Sie als Nutzer auf dieses vertrauen dürfen. Dies ist auch der Grund dafür, dass momentan teils Abmahnungen von Anwälten für selbst genähte und angebotene Masken versandt werden die fälschlich als Schutzmasken und nicht als Behelfs-Masken beworben und verkauft werden.
Bitte nutzen Sie für Ihren eigenen Schutz nur partikelfiltrierende Atemschutzmasken, die Mund und Nase vollständig umschließen, da die Verwendung von selbstgenähten Behelfs-Masken oder Operations-Masken nur einen Schutz vor Tröpfchenauswurf der Umgebung bedeutet, nicht aber den Träger selbst schützt.

Sollten Sie beim Tragen einer Maske eher an die Gesundheit der Mitmenschen denken, so ist auch die Behelfsmaske eine geeignete Wahl, da diese Form von Mundschutz Tröpfchen zumindest reduziert, die beim Sprechen oder Husten sonst direkt in die Luft abgegeben würden. Bitte bedenken Sie jedoch: Diese Masken schützen Sie keinesfalls vor einer Ansteckung mit Bakterien oder Viren. Wie sich z.B. das Coronavirus durch nur einmaliges Husten ausbreiten kann sehen Sie eindrucksvoll in einer Simulation, welche finnische Wissenschaftler erstellt haben. Hier wird ein Aushusten in einem Supermarkt ohne Mundschutz simuliert: 

Weitere Informationen unter www.spiegel.de

Was bedeuten die einzelnen Schutzstufen bei den Atemschutzmasken?

Die Einteilung von Atemschutzmasken erfolgt wiederum in verschiedene Gruppen. Zum Schutz vor Viren und Mikroorganismen sind grundsätzlich Masken mit einem Partikelfilter geeignet. Hierzu zählen die partikelfiltrierenden Halbmasken, besser bekannt auch als FFP-Masken.

Welche Bedeutung haben die FFP-Schutzklassen und welche Schutzmaske ist die richtige für mich?

FFP steht für „filtering face piece“ und die Klassifizierung der einzelnen Schutzmasken erfolgt anhand der Filterleistung und der zulässigen Leckage. Atemschutzmasken schützen grundsätzlich vor lungengängigem Staub, Bakterien, Viren, Rauch und Aerosolen, nicht aber vor Dampf und Gas. Neben der Klasse der einzelnen Schutzmasken ist der entscheidende Punkt, wie gut die Maske über Mund und Nase aufsitzt und abdichtet. Naturgemäß wir eine Maske bei z.B. einem Bartträger die optimale Abdichtung nicht erbringen da ungefilterte Luft durch die Zwischenräume zwischen Gesicht und Schutzmaske einströmen kann. Die beiden Faktoren Filterdurchlass und Undichtigkeiten an Gesicht und Nase bezeichnet man als Gesamtleckage. Durch eine Anpassung der Schutzmaske an die menschliche Anatomie kann man die Undichtigkeit fast vollständig vermeiden. Beim Auffalten der Masken entsteht ein dreidimensionaler Filterkorb der sich genau an das Gesicht anschmiegt und an diesem bestmöglich abdichtet. Bitte nutzen Sie für den eigenen Schutz nur solche Masken die Mund und Nase vollständig umschließen, da die Verwendung von flachen Operations-(OP-)Masken nur einen Schutz vor Tröpfchenauswurf der Umgebung bedeutet, nicht aber den Träger selbst vor Viren schützt.
Die Klassifizierung der Schutzmasken ergibt sich zum einen aus dem eingesetzten Filtermaterial und zum anderen aus den minimalen Öffnungen, an denen die Maske nicht genau auf dem Gesicht aufsitzt. Unterteilt werden sie in die Schutzklassen FFP1, FFP2 und FFP3. Diese Klassen und Filterleistungen unterscheiden sich wie folgt:

FFP1:

Atemschutzmasken mit der Schutzklasse FFP1 sind für Arbeitsumgebungen geeignet, in denen ausschließlich ungiftige Stäube und Aerosole vorkommen. Die Filterleistung beträgt mehr als 80% der sich in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm. Die Gesamtleckage (Undichtigkeit) beträgt maximal 22%.

Diese Masken schützen üblicherweise gegen ungiftige Stäube z.B. Zellstoff, Zement, Gips, Kalkstein oder Pollen, bei denen die Einatmung nicht zu einer Entwicklung von Krankheiten führt, sehr wohl aber die Atemwege reizt und eine Geruchsbelastung darstellt. Für einen Schutz gegen das Coronavirus sind diese Atemschutzmasken nicht zu empfehlen.


FFP2:

Atemschutzmasken, welche über die Schutzklasse FFP2 verfügen, eignen sich für alle Arbeitsumgebungen, in denen sich gesundheitsschädliche und erbgutverändernde Stoffe in der Atemluft befinden. Die Filterleistung beträgt mehr als 94% der sich in der Luft befindlichen Partikel und Aerosole bis zu einer Größe von 0,6 μm. Die Gesamtleckage (Undichtigkeit) beträgt maximal 8%.Dieser verbesserte Schutz vor Aerosolen / Tröpfchen und damit auch vor den typischen Tröpfcheninfektionen ist der entscheidende Punkt für den Einsatz gegen Corona-Viren.

Die WHO und das Robert Koch-Institut empfehlen für den medizinischen Bereich mindestens die Schutzstufe FFP2.

FFP3:

Atemschutzmasken mit der Schutzklasse FFP3 sind für Arbeitsumgebungen geeignet, in denen gesundheitsschädliche und krebserzeugende Partikel auf Wasser- und Ölbasis sowie radioaktive Partikel, luftgetragene biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 2+3 vorkommen.

FFP3 Schutzmasken bieten einen nochmals erhöhten Schutz vor Atemluftbelastung. Mit einer Gesamtleckage (Undichtigkeit) von maximal 2% und einem erforderlichen Schutz von mindestens 99% vor Partikeln bis zu einer Größe von 0,6 μm sind diese Masken in der Lage, gefährliche und giftige Stoffe und Aerosole aus der Luft zu filtern. Die hohe Filterleistung führt im Umkehrschluss allerdings zu einem sehr hohen Atemwiderstand welcher ein längeres Tragen dieser Masken nahezu unmöglich macht. Schutzmasken vom Typ FFF3 sollten in der aktuellen Zeit ausschließlich dem medizinischen Fachpersonal vorbehalten bleiben. Aus diesem Grund finden Sie auch keine FFP3 Schutzmasken mehr in unserem Shop.

Es sind fast keine FFP2 und FFP3 Masken mehr auf dem Markt verfügbar, was ist die Alternative?

Die in Europa bekannten FFP-Masken werden nach der EN 149 geprüft und zugelassen. Dieser Maskentyp ist vom Prinzip her die erste Wahl für Schutzmasken in Deutschland.
Aktuell ist der Markt für diese Schutzmasken allerdings komplett leer gekauft, die Produktionskapazitäten in Europa reichen bei weitem nicht, um den Bedarf kurzfristig zu decken und die USA haben die Ausfuhr von Schutzmasken und Schutzprodukten untersagt. Der Wirtschaftsminister, Peter Altmaier, geht von einem Bedarf von bis zu 12 Milliarden Schutzmasken pro Jahr aus, sodass hier kurzfristig wohl erst einmal keine Besserung zu erwarten ist und bei der nächsten Welle die Preise wieder ansteigen werden. 

Aktuell ist meist die einzige Möglichkeit über asiatische Hersteller geeignete Schutzmasken zu erhalten, um weiterhin lieferfähig zu sein. Sie werden in unserem Shop daher neben den klassischen Schutzmasken von 3M auch vermehrt andere Hersteller finden damit wir überhaupt noch lieferfähig sind. Diese Masken werden nicht nach dem europäischen Standard FFP2 (Europe EN 149-2001) bzw. dem amerikanischen Standard N95 (United States NIOSH-42CFR84) gefertigt, sondern nach der Norm KN95 (China GB2626-2006)

Kann ich eine KN95 Maske guten Gewissens kaufen und in welchem Umfang sind die weltweiten nationalen Prüfnormen, hier insbesondere die Norm GB2626-2006 (KN95) aus dem chinesischen Raum mit der in der Bundesrepublik Deutschland angewendeten Euronorm EN 149 vergleichbar?

Eine fundierte und zuverlässige Aussage zum Thema Schutzmasken und unterschiedliche Prüfnormen im direkten Vergleich hat der DIN-Normenausschuss Feuerwehrwesen (FNFW) am 30.03.2020 verfasst. Er geht genau auf die oben genannte Fragestellung ein:

Auf Grund der weltweiten Pandemie des Virus SARS-CoV-2 ist der verfügbare und lieferbare Bestand an Schutzmasken nach EN 149 auf ein sehr kritisches Niveau gesunken. Aus diesem Grund hat sich die Berliner Feuerwehr mit Alternativlösungen zu EN 149-Masken befasst.

Es werden insbesondere die Schutzmasken des Typs KN95 nach der chinesischen Norm GB 2626-2006 angeboten.

Mit Hilfe von u. a. des FB FHB der DGUV und des DIN-Normenausschusses Feuerwehrwesen (FNFW) hat die Berliner Feuerwehr einen Prüfnormenvergleich zwischen Filterschutzmasken FFP2 nach EN 149 mit chinesischer Norm GB 2626-2006 (KN95) durchgeführt.

Kurzzusammenfassung des Ergebnisses:

Die Schutzmasken FFP2 (EN 149:2001) und KN95 (GB 2626-2006) sind für den vorliegenden Fall (SARS-CoV-2) gut miteinander vergleichbar.

Das fragliche Aerosol (SARS-CoV-2) ist nicht ölgebunden.

Das vollständige Ergebnis finden Sie in der PDF-Datei. Die Berliner Feuerwehr hat die Verteilung angeregt und es zur Verteilung freigegeben.

Wie erfolgt die Herstellung von Schutzmasken?

Die Herstellung erfolgt meist aus schmelzgesponnenen Polypropylen Meltblown-Vliesstoffen, welche als Filter fungieren und kleinste Partikel wie Stäuben, Bakterien und Viren sicher zurückhalten können. Aus diesen Vliesstoffen werden Formteile ausgestanzt, die mittels Heißprägestempeln und hoher Temperatur in die gewünschte Endform gebracht werden. Das Heißprägen der Formteile führt zu einem sicheren verschmelzen aller Fasern, sodass die Dichtigkeit an den Verbindungsstellen garantiert ist. Bereiche, welche durch Heißprägen miteinander verschmolzen wurden, kann man sich wie eine undurchlässige Folie vorstellen. Die elastischen Ohrschlaufen werden mittels punktueller Heißprägestempel an dem Maskenkörper angeschweißt, um einen sicheren Sitz und einen hohen Tragekomfort zu garantieren. Als letzter Schritt werden die Nasenbügel auf den Maskenkörper aufgebracht die für eine optimale Anpassung der Schutzmaske an die Gesichtsform sorgen.

Warum gibt es Atemschutzmasken mit und ohne Ventile und was ist der jeweilige Vorteil?

Generell kann man feststellen, dass die Wirksamkeit einer Atemschutzmaske durch ein Ausatemventil nicht beeinträchtigt wird. Beim Einatmen dichtet das Ventil sicher ab, sodass die äußere Luft nicht durch das Ventil in die Atemschutzmaske gelangen kann. Die Bestimmung des Ausatemventils einer Atemschutzmaske ist es, den Atemwiderstand während des Ausatmens zu verringern und die Luft ohne große Anstrengung aus der Maske entweichen zu lassen. Personen die Krankheitssymptome aufweisen, sollten keine Atemschutzmaske mit Ventil nutzen, da die ausgeatmete Luft nicht gefiltert wird und ausgeatmete Teilchen unter Umständen andere Personen gefährden können. Masken mit einem Ventil heizen sich nicht so stark durch die warme Ausatemluft auf und werden auch nicht bei jedem Ausatmen mit Feuchtigkeit angereichert. Für den Träger bedeutet der Einsatz einer Atemschutzmaske mit Ausatemventil einen wesentlich höheren Komfort der sich gerade bei körperlicher Arbeit oder längerer Tragezeit positiv bemerkbar macht.
Coroguard Atemschutzmasken
Maske unter Wasser
Coroguard Atemschutzmasken mit Valve

Wie groß sind Corona-Viren und wie funktioniert die Filterung dieser Viren in den Schutzmasken?

Nach aktuellem Wissensstand haben Corona-Viren eine Größe von max. 160nm und sind damit etwas größer als die bekannten Influenzaviren die eine Größe von ca. 120nm aufweisen. Generell fliegen Viren nicht einfach so in der Luft herum sondern sind immer in größeren Tröpfchen eingeschlossen und bewegen sich in Form eines Aerosols. Bei einer mit COVID-19 infizierten Person wird die Ausatemluft mit hoher Wahrscheinlichkeit Viren enthalten. Beim jedem Ausatmen werden ca. 1000 – 50.000 Tröpfchen mit einer Größe von ca. 1µm freigesetzt. Bei einem Aushusten sind die Tröpfchen meist um ein Zehnfaches größer (dies entspricht dann einer Größe von ca. 10 µm). Diese größeren Tröpfchen sind besonders tückisch da diese in der Lage sind, sich über eine längere Distanz zu bewegen und eine höhere Menge an Virus durch die Luft zu transportieren.
Die sichere Filterung von Tröpfchen und Viren erfolgt bei den Schutzmasken durch zwei unterschiedliche Effekte.
1 Die schmelzgesponnenen Polypropylen Meltblown-Vliesstoffe bilden eine physikalische Filterbarriere, welche kleinste Partikel sicher zurückhalten. Meltblown ist ein Vliesstoff aus extrem feinen, schmelzgesponnenen Mikrofasern, die bis zu siebzig Mal dünner als ein menschliches Haar sind. Im Vergleich zu einer Baumwollfaser (Dicke ca. 12-35 µm) bestehen die feinsten Fasern des Melblown-Vliesstoffs im Durchschnitt aus nur 1µm dicken Polypropylen-Fasern. Ein typisches Meltblown-Vlies, welches für die Schutzmaskenherstellung eingesetzt wird, besteht aus bis zu 500 Faserlagen und bietet so einen perfekten Schutz.
2 Zusätzlich gibt es noch einen weiteren und entscheidenden Vorteil. Denn das Material des Meltblown-Vlieses bewirkt eine zusätzliche elektrostatische Aufladung. Damit werden extrem kleine Partikel, zu denen auch Viren zählen, elektrostatisch aufgeladen und sicher von den Filterfasern angezogen. Sie können sich das so vorstellen wie ein Magnet, der die Partikel anzieht und zuverlässig fest hält.  

Wie erkenne ich zugelassene Masken?

FFP-Masken sind in Europa nach der EN 149 geprüft und zugelassen. Auf der Maske befindet sich ein Hinweis auf diese Norm zusammen mit der Schutzstufe (FFP1, FFP2 oder FFP3) und dem CE-Zeichen, hinter dem sich eine 4-stellige Nummer befindet. Der Hersteller muss auf der Maske selbst aufgedruckt bzw. eingeprägt sein.
Schutzmasken, die nach der Norm GB 2626-2006 hergestellt wurden, müssen auf der Maske oder auf der Verpackung mindestens die folgenden Angaben erhalten:
1 Name, Marke oder sonstige Identifikation des Herstellers oder Lieferanten
2 Maskentyp / Modell
3 Produktlizenznummer
4 Produktionsdatum (mindestens Jahr und Monat) oder Produktionslosnummer
5 Lagerfähigkeit (mindestens das Jahr)
6 Lagerbedingungen (Temperatur und Luftfeuchtigkeit)

Wie lange kann ich eine Schutzmaske tragen?

Wie fast alle Dinge in Deutschland so ist auch die maximale Tragzeit einer Schutzmaske geregelt und zwar in der DGUV, Regel 112 – 190. Die Tragezeitbegrenzung beträgt laut dieser Vorschrift 120 Minuten für Masken mit Ausatemventil und 75 Minuten für Masken ohne Ausatemventil.
Innerhalb dieser Vorgaben können Partikelmasken getragen werden, bis sie verschmutzt, oder beschädigt sind oder das Atmen damit schwerer fällt. Diese Regeln gelten für den beruflichen Bereich und bei stark belasteter Luft mit z.B. Stäuben.
Das ROBERT KOCH INSTITUT (RKI) schreibt hierzu für den gesundheitlichen Bereich:

Für den Fall, dass während einer Pandemie FFP-Masken nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen und nur die Möglichkeit besteht, auf bereits benutzte Masken zurückzugreifen, können diese ausnahmsweise unter folgenden Bedingungen auch mehrfach, jedoch längstens über eine Arbeitsschicht, eingesetzt werden
In Einrichtungen des Gesundheitsdienstes ist davon auszugehen, dass sich die Maskenfilter beim Tragen nicht durch Stäube zusetzen, d.h. der Einatemwiderstand bleibt im Normbereich I  

Im privaten Bereich können Sie FFP oder KN95 Masken grundsätzlich so lange tragen, bis diese feucht, verschmutzt oder beschädigt sind bzw. das Atmen damit schwerer fällt. Trocknen Sie die Maske nach jeder Benutzung gewissenhaft. Feuchte Masken nicht in geschlossenen Gebinden wie z.B. Plastikbeutel aufbewahren, da dies in kurzer Zeit zu einer massiven Vermehrung von Bakterien und Schimmelpilzen führen kann.

Bitte beachten Sie: vor und nach dem Absetzen der Maske sind die Hände zu desinfizieren oder gründlich mit Seife zu waschen. Vermeiden Sie eine Berührung und damit Kontaminationen der Innenseite der Schutzmaske. Sollten Sie regelmäßig eine Schutzmaske benötigen so empfiehlt sich ggf. ein kleiner Vorrat, damit Sie während der Zeit der Trocknung dennoch mobil sein können.

Kann ich mir eine Atemschutzmaske mit anderen Personen teilen?

Nein. Schutzmasken dürfen aus hygienischen Gründen nicht mit anderen Personen gemeinsam verwendet werden.

Kann ich eine Schutzmaske mehrfach verwenden und kann ich diese waschen bzw. desinfizieren?

Generell sind die Schutzmasken nicht für eine Wiederverwendung vorgesehen, da beim Ab- und Wiederaufsetzen die Gefahr besteht, dass die Maske auf der Innenseite kontaminiert wird. In der aktuellen Situation ist eine Wiederverwendung jedoch denkbar. Hierbei sollten Sie jedoch beachten: genutzte Schutzmasken NICHT mit Desinfektionsmittel reinigen oder desinfizieren, da dies die Funktionalität der Maske negativ beeinflussen kann! Ebenso sollten Sie unter keinen Umständen versuchen, partikelfiltrierende Schutzmasken zu waschen.
Eine gute Alternative ist die Dekontamination mittels Hitze. Diese können Sie z.B. im Backofen durchführen. KEINESFALLS ist eine Dekontamination in der Mikrowelle zulässig, da verdeckte Teile aus Metall (wie zum Beispiel der Nasenbügel) zu Funkenflug in der Mikrowelle führen können!
Um eine Dekontamination mittels Hitze durchzuführen, legen Sie die gebrauchten Schutzmasken bei 65 bis 70 Grad Celsius in den Backofen. Kontrollieren Sie die Temperatur mit z.B. einem Bratenthermometer damit die maximale Temperatur von 70 Grad nicht überschritten wird. Die Temperatur sollte mindestens über einen Zeitraum von 30 Minuten gehalten werden, um einwirken zu können. Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass Masken mit einer CE Kennzeichnung oder solche, die nach dem Prüfgrundsatz der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) zugelassen sind, kurzfristig dieser Temperatur standhalten müssen. Die Masken „überleben“ die Hitzebehandlung problemlos während die Viren durch Hitzeeinwirkung inaktiviert werden. Bei einer Temperatur von 55 bis 70 °C kommt es innerhalb von wenigen Minuten zur Denaturierung der Virushüllen und somit zu einem Infektiositätsverlust.
Nach aktueller Datenlage sollten die Masken maximal zweimal mittels Hitze dekontaminiert und danach entsorgt werden.

Generelles Handling von Atemschutzmasken

  • Eine Atemschutzvorrichtung ist nur dann wirksam, wenn sie korrekt ausgewählt, angepasst und während des gesamten Aufenthalts im Gefahrenbereich getragen wird. 
  • Eine Schutzmaske schützt nicht vor Gasen und Dämpfen und darf nicht in Umgebungen mit einem Sauerstoffgehalt von weniger als 18,5% verwendet werden.
  • Für Personen mit einem Bart oder einer ähnlichen Gesichtsbehaarung kann eine sichere Abdichtung der Atemschutzmaske nicht garantiert werden. Entfernen Sie vor der Nutzung der Atemschutzmaske die Haare im Auflagebereich der Maske.
  • Genutzte Schutzmasken NICHT mit Desinfektionsmittel reinigen oder desinfizieren, da dies die Funktionalität der Maske negativ beeinflussen kann!
  • KEINESFALLS ist eine Dekontamination in der Mikrowelle zulässig!
  • Feuchte Masken nicht in geschlossenen Gebinden wie z.B. Plastikbeutel aufbewahren, da dies in kurzer Zeit zu einer massiven Vermehrung von Bakterien und Schimmelpilzen führen kann
  • Bei mehreren Personen gilt: die Masken sollten z.B. mit einem farbigen Punkt, einem eindeutigen Symbol, oder dem Namen des Nutzers personalisiert und auch nach der Dekontamination nur von derselben Person verwendet werden
Zur Bewältigung der aktuellen Krisenlage bezüglich der Eindämmung von COVID-19 gelten MNS und FFP Masken, die in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Australien oder Japan verkehrsfähig sind, ggf. auch in Deutschland als verkehrsfähig, auch wenn diese keine CE/NE-Kennzeichnung tragen. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Marktüberwachungsbehörde.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS

Diese Informationen sind unverbindlich und ersetzen keine persönliche Beratung.
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